Pferdezuchtverein Rotenburg-Sottrum
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Heike Kemmer über die Selektion von Dressurhengsten

Auf der Jahreshauptversammlung referierte Ausbilderin Heike Kemmer über die Auswahl von Dressurhengsten. Als Mitglied der hannoverschen Körkommission bestimmt sie maßgeblich mit, welche Hengste die Zuchtzulassung für den Verband bekommen. Bei ihrem Vortrag hangelte sich die Olympionikin an Fragen und Thesen entlang, die der Vorsitzende des Pferdzuchtvereins ihr an die Hand gegeben hatte, Aber auch für Fragen und Anregungen aus den Reihen der Vereinsmitglieder war Frau Kemmer offen. Beispielsweise den Hinweis, bei den Springhengsten auch einmal etwas höher aufzubauen, um das Vermögen der Köranwärter herauszukitzeln, nahm sie gerne auf. Einige Einblicke.

 

Ist die Körung an der Hand noch zeitgemäß?

Heike Kemmer beim Pferdezuchtverein Rotenburg-Sottrum Heike Kemmer auf der Jahreshauptversammlung des PZV.

"Mir ist es wichtig, die Hengste ohne Sattel zu sehen, um ihr Exterieur beurteilen zu können. Ein ordentliches Fundament ist entscheidend, denn der Rücken muss ja später den Reiter tragen. Die Vorstellung unter dem Reiter würde das Ganze zwar abrunden, aber meiner Meinung nach auch keine komplett anderen Ergebnisse liefern. Und eine Sattelkörung braucht mindestens sechs Monate mehr Zeit. Das Angebot besteht ja beim Hannoveraner Verband und wird auch genutzt."

Wie sinnvoll ist der Einsatz von sehr jungen Hengsten?

Heike Kemmer ist Mitglied in der Körkommission des Hanoveraner Verbandes. In der Körkommission beurteilt Heike Kemmer viele Hengste.

"Züchter sollten ihre Stuten gut kennen. Haben sie eine durchschlagende Vererbungskraft? Wenn ja, kann er bei den Hengsten experimenteller sein. Er kann sich auch an neues Blut herantrauen. Wer eine Stute hat, die sich weniger stark vererbt, sollte auf die gestandenen Hengste zurückgreifen."

Hat sich das Longieren bei der Körung bewährt?

Heike Kemmer schildert ihre Sicht auf das Longieren bei Körungen. Das Longieren sieht Heike Kemmer als sinnvoll an.

"Das Longieren bietet aus unserer Sicht einen guten Ausblick auf die Zeit unter dem Reiter. Das Herausführen nutzen wir auch ganz bewusst, um uns den Schritt anzuschauen.

Verlieren die Hengste momentan an Härte?

Heike Kemmer geht auf Fragen aus dem Pferdezuchtverein Rotenburg-Sottrum ein. Heike Kemmer erachtet Modehengste als gute Veredler.

"Einigen Modehengstlinien mangelt es zwar an Härte. Dafür bieten sie andere Vorzüge: Typ, Schönheit, Leichtfüßigkeit und Eleganz. Sie sind sinnvoll zur Veredelung, wenn man etwas Modernes auf seinen Stutenstamm bringen möchte."

 

 

Jahreshauptversammlung in Waffensen

In der Scheune des Eichenhofes in Waffensen fand am 8. März 2018 die Jahreshauptversammlung des Pferdezuchtvereins statt. Neben den Berichten des Vorstandes, der Geschäftsführerin und der Jungzüchter stand auch eine Wahl auf der Tagesordnung. Volker Fajen und Barbara Renner wurden als neue Kassenprüfer gewählt. Außerdem stellte Ramona Lienhop das Züchterverzeichnis vor, das auf der Internetseite des Vereins aufgebaut werden soll. Maren Schlender gab einen Einblick in das Geschehen im Hannoveraner Verband. Sie präsentierte unter anderem das Tool MeinHannoveraner und erklärte, wie die lineare Beschreibung über Smartphones erfasst wird. Die erfolgreiche Dressurausbilderin Heike Kemmer referierte als Mitglied der hannoverschen Körkommission zum Abschluss über die Selektion von Dressurhengsten.

Seit 20 Jahren gehört Heike Kemmer als einzige Frau diesem Gremium an, in dem über die Zuchtzulassung von Junghengsten entschieden wird. Dort repräsentiert die Doppel-Mannschaftsolympiasiegerin in der Dressur den Verein Hannoverscher Privathengsthalter. Gemeinsam mit ihrem Vater Joachim Kemmer hat die Diplom-Betriebswirtin Pionierarbeit für die Privathengsthaltung geleistet. Anfang der 1970er eröffneten Kemmers eine Deckstation. Damals hatte das Landgestüt Celle noch ein Vorkaufsrecht auf die besten Hengste. Als es erst sechs Privathengste im Gebiet der Landwirtschaftskammer Hannover gab, standen zwei davon auf dem Hof der Familie Kemmer in Winsen an der Aller. Ihre Vererber wie Akzent II, Wendepunkt, Calypso II und Wolkenstein I prägten die Zucht der Hannoveraner. Über 35 Jahre waren auf dem Gestüt der Familie, dem Amselhof Walle, Privatbeschäler aufgestellt.

 

Fotos: Ramona Lienhop

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